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indonesien, sulawesi

reisezeit september 2002
wetter sonnig und warm
wasser > 30°
info north-sulawesi-info living colours bunaken prince john
    living colours promo video: MPEG 150 MB! WMV 36 MB! WMV low 5,5 MB!
     

manado - bunaken - living colours

die anreise erfolgte von innsbruck via frankfurt und singapur nach manado. in manado angekommen wurden wir von stenly, einem mitarbeiter von livingcolours abgeholt, zum hafen gebracht und dort per boot in ca. 45 min. zu unserem resort auf bunaken gebracht. mia und jaakko die betreiber von livingcolours haben dort ein kleines paradies für taucher geschaffen. wir wurden in sauberen, grosszügigen bungalows untergebracht. unser tauchequipment wurde in der perfekt ausgestatteten tauchschule verstaut und vor jedem tauchgang von der crew auf unser tauchboot gebracht. das service war rundum perfekt. die verpflegung während unseres aufenthalts war reichlich und bestand grösstenteils aus fangrischem fisch der vom koch iddi ganz hervorragend zubereitet wurde. sehr zu empfehlen ist auch jaakkos finnische fischsuppe.
die meisten tauchplätze sind in wenigen minuten mit dem tauchboot zu erreichen und sind grösstenteils steilwände die bis über 1000m abfallen. sie zeichnen sich durch grosse artenvielfalt und fischreichtum aus (rund um die insel bunaken wurde ein unterwasser nationalpark eingerichtet) . während unseres aufenthalts waren die sichtweiten sehr gut (ca. 30m), und wir hatten nur manchmal mittelstarke strömung die allerdings je nach tauchtiefe aus den verschiedensten richtungen kam. zu unseren tauchplatz favoriten zählten die likuan´s (I, II, III), mandolin und barracuda point (starke strömung = sehr viel fisch) empfehlenswert ist auch das "manado wrack". die artenvielfalt war so gross, dass es unmöglich ist hier alles aufzuzählen, mit ausnahme vielleicht eines dugongs, das einige von uns kurz begleiten durften.
aufgrund der kurzen entfernungen zu den tauchplätzen waren wir meistens am frühen nachmittag mit dem tauchen fertig und konnten uns ausgiebigen "saftey stop" aktivitäten hingeben. an einem tauchfreien tag unternahmen wir einen von martin (unserem tauchguide) perfekt organisierten ausflug ins hinterland (minahasa) von manado. (wobei der besuch eines bauernmarktes nur menschen mit einem starken magen zu empfehlen ist). nach gut zwei wochen tauchen und relaxen ging es weiter richtung südwesten nach donggala.


palu - donggala - prince john

von manado flogen wir mit merpati via luwuk nach palu. dort nahmen wir uns ein taxi und fuhren aus gerade wohl zum prince john diveresort in donggala. wir hatten nichts reserviert, wurden aber trotzdem herzlich empfangen und in einem gemütlichen bungalow mit fantastischer aussicht auf strand und meer untergebracht. die grosszügige anlage (mit blendend weisem sandstrand) war sehr sauber und alles lief sehr relaxed ab. die entfernungen zu den tauchplätzen waren ebenfalls sehr kurz. bei den tauchgängen am nachmittag herrschte meistens starke strömung. der korallen und fischreichtum ist nicht ganz so beeindruckend wie auf bunaken, ist aber auf jeden fall einige tauchgänge wert. zu empfehlen ist unbedingt ein nachttauchgang am hausriff. nach einigen tagen flogen wir von palu weiter in die hauptstadt von sulawesi, ujung pandang (ehemals makassar).




ujung pandang- rantepao (toraja) - ujung pandang

nach einem tag in ujung pandang ging es per bus (ca. 350km - 12 stunden ...) in das zentrum des toraja hochlandes, nach rantepao. wir waren ca. eine woche in rantepao und haben uns die berühmten holzhäuser (schiffartige wohnhäuser und reisspeicher) und unter anderem auch die Totenstätten der toraja angesehen.

das volk der toraja ist bekannt für ihre besonderen bestattungsrituale. zwischen dem ableben eines menschen und der bestattung können unter umständen mehrere jahre vergehen. gründe dafür sind die zahlreichen vorbereitungen, die nötig sind. so muss z.b. geklärt werden wer aus dem kreis der verwandten wie viele büffel oder schweine liefert, die als wichtiger teil der zeremonien geopfert werden. die leiche, wird dick mit stoff eingewickelt und im haus der familie des toten bis zum begräbnis aufbewahrt.
zu den vielen vorbereitungen gehört es, dass für die verwandten und gäste vorübergehende behausungen gebaut werden. war der oder die tote reich oder hoch angesehen, wird eine figur geschnitzt, tau-tau genannt. nach der tagelangen totenfeier wird der leichnam dann in einem felsengrab (grotte) bestattet. davor befindet sich eine art balkon auf dem die tau-tau aufgestellt werden, als zeichen für macht und reichtum des verstorbenen. kleine kinder werden ohne ritual in baumgräbern bestattet.
mit hilfe eines guides war es uns möglich für einige stunden an einer bestattungszeremonie teilzunehmen. es war ein beeindruckendes schauspiel. auf einem zentralen platz, der von selbstgebauten tribünen umgeben war marschierten der reihe nach die verwandten des verstorbenen ein und brachten ihre geschenke in form von büffeln und schweinen mit. die anzahl der "geschenke" wird lautstak verkündet und notiert, denn es wird erwartet, dass bei einem eventuellen "gegenbesuch" ( todesfall bei den jetzigen gästen) die gleiche anzahl an "geschenken" mitgebracht wird.
die büffel und schweine (alle lebend) haben die teilnehmer zuvor auf einem grossen büffel- und schweinemarkt in rantepao erstanden.
nach einer woche wandern in der umgebung von rantepao war unser urlaub endgültig zu ende und es ging wieder nach hause.
mehr bilder zu dieser reise und das "promo video" von jaakko (living colours) in verschiedenen qualitätsstufen gibt es in der gallery ...