mexiko, yucatan |
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| reisezeit | november 2003 | |
| wetter | sonnig, warm (abends manchmal kalter wind..) | |
| wasser | > 28° | |
| info | yucatek-divers, dive palancar | |
playa del carmen, cozumel
nach diversen schwierigkeiten (abgesagter flug von innsbruck nach amsterdam durch airalps) konnten wir unseren urlaub mit 2 tagen verspätung dann doch noch antreten. wir flogen mit iberia von münchen via madrid und miami nach cancun. dort ging es dann mit dem bus weiter nach playa del carmen, unserer ersten station in diesem urlaub. nach zwei tagen relaxen besuchten wir per mietwagen diverse mayastätten. unser erste station war tulum, das ca. 130 km südlich von cancun liegt. die lage am rand der hellen kalksteinklippen direkt über dem türkisblauen meer, in verbindung mit den grünen palmen und dem dunkelblauen himmel war schon sehr beeindruckend. die gebäude selbst welche überwiegend zwischen 1000 und 1300 n. chr. errichtet wurden sind architektonisch nicht so interessant. bei tulum zweigten wir von der küstenstrasse ab und fuhren in das landesinnere richtung coba. coba war zwischen 600 und 900 n. chr. ein wichtiges mayazentrum, das heutzutage völlig im urwald verschwunden ist. man kann stundenlang im "dschungel" zwischen den ruinen umherwandern. in coba befindet sich auch die höchste pyramide die die maya je erbaut haben. die schon etwas mitgenommene pyramide erreicht man nach ca. 20 min. fußmarsch. trotz der nicht gerade vertrauen erweckenden und steilen stufen wagten wir uns an den aufstieg. die spitze der pyramide krönt noch ein kleiner tempel. die anstrengung hatte sich gelohnt, wir werden dafür mit einer herrlichen aussicht über den bis an den horizont reichenden urwald belohnt. es war schon später nachmittag als wir richtung chichen itza aufbrachen. kurz vor dem ziel war es dann genug für den ersten tag. wir übernachteten in einem motel und fielen nach einem ausgiebigen abendessen und einigen cervesas müde ins bett. nach kurzer fahrt erreichten wir am frühen morgen die anlage. chichen itza gehört zu den bedeutendsten und größten städten der mayas. die ruinenstadt wurde aufwändig restauriert und zählt seit 1988 zum weltkulturerbe. hauptattraktion in chichen itza ist zweifellos das castillo, die pyramide des kukulkan. das bauwerk erhebt sich auf einem quadratischen grundriss mit 55 m seitenlänge an der basis auf eine höhe von 24 m. zu der plattform führen jeweils eine Treppe an jeder seite der pyramide. ihre je 91 stufen ergeben mit der plattform 365 stufen, eine für jeden tag des jahres. die treppe an der nordseite ist kunstvoll mit schlangenköpfen verziert. beim sonnenstand der tag- und nachtgleiche scheint ein riesige schlange sich um das bauwerk zu schlängeln (so steht es im reiseführer geschrieben …). in jedem fall ist die ganze anlage sehr beeindruckend, leider aber auch von touristen überlaufen. es empfiehlt sich daher ein besuch möglichst früh am morgen. nach der besichtigung von chichen itza fuhren wir weiter über merida nach celestun, einem kleinen küstenort am golf von mexiko. besonderheit von celestun ist neben dem schönen strand ein kleiner nationalpark in dem man flamingos beobachten kann. am nächsten tag ging es weiter nach uxmal, das ca. 80 km südlich von merida liegt und um 600 n.chr. im puuc-stil erbaut wurde. es lebten hier ca. 25 000 einwohner, welche um 900 n. chr. die stadt verließen. das eindrucksvollste bauwerk ist die pirámide del adivino (pyramide des zauberers), 35 m hoch, mit einem elliptischen grundriss. der etwas steile aufstieg lohnt in jedem fall. westlich der pyramide befindet sich das nonnengeviert, dessen steinfriesen im puuc-stil sehenswert sind. die ursprüngliche verwendung ist unbekannt. die gebäude weisen immer wieder chac-masken auf. südlich befindet sich der palacio del gobernador (regierungspalast) mit 24 räumen sowie einem fries aus mosaiken von über 200 chac-masken und glyphen des planeten venus. die casa de las tortugas (schildkrötenhaus) wird von steinernen schildkröten geschmückt. man glaubte, das die tränen der schildkröten regen bringen. uxmal hebt sich vor allem durch die grupo del cementerio (friedhofsgruppe) deutlich von anderen zeremoniellen städten ab. merkmal dieser gebäudegruppe sind die vielen relieftotenköpfe. als baumaterial für die stadt wurde korallenkalk der insel yucatan verwendet. nach der besichtigung ging es wieder zurück nach playa del carmen. nach so viel kultur stand nun endlich tauchen am programm. bevor wir nach cozumel weiterfuhren, wollten wir noch in den cenoten tauchen. vor mio. von jahren wusch der regen auf dem weg ins meer ein unterirdisches fluss-system in den kalksteinboden. teilweise wurden so große höhlen ausgespült, dass deren decken einstürzten und daraus die cenoten entstanden. die wie kleine seen aussehenden cenoten benutzt man als einstieg in das höhlensystem. in diesen süsswasserhöhlen haben sich faszinierende stalaktiten und stalagmiten gebildet. das betauchen dieser höhlen ist auch nicht ausgebildeten höhlentauchern möglich. wir haben die cenoten taj maha und chicken ha betaucht. ein absolut tolles erlebnis, das ich nur jedem empfehlen kann. nach unserem ausflug in die unterwelt yucatans, setzten wir mit der fähre nach cozumel über. die unterwasserwelt vor cozumel ist typisch karibisch. highlights waren ammenhaie, adlerrochen, grosse zackenbarsche, muränen, barracudas, schildkröten und teilweise wirklich beeindruckend grosse lobster. nach einer woche ausgiebigem tauchen ging es nach einem wieder einmal viel zu kurzen urlaub richtung heimat. |

















